Vorentscheidung in U20w – Führungswechsel in U14w

Die Spitzenpaarungen der diesjährigen Mädchenmeisterschaften lassen bisher wenige Wünsche offen, was die Spannung betrifft. In der U20w musste Nastätten gegen Wolfbusch gewinnen, um sich die Tabellenführung zu holen. Der Deutschen U16-Meisterin Janina Remy misslang aber die Eröffnung, was bald zur Führung für den Tabellenführer führte. Dafür startete Janine Voss an Brett 4 einen erfolgreichen Angriff zugunsten von Nastätten. In der Zeitnotphase nutzte Andrea Mijatovic Schwächen in der gegnerischen Stellung und sorgte für die Wolfbuscher 2:1-Führung, was zumindest zur Verteidigung der Tabellenspitze reichte. Nun kam der Deutschen U14-Meisterin Anna Endreß am Spitzenbrett die Aufgabe zu, gegen Larissa Erben zumindest den Ausgleich für Nastätten zu sichern. Sie knetete ihr leicht vorteilhaftes Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern auch bis in die letzten Minuten, musste dann aber doch mit Remis zufrieden sein. Erneut also ein knapper 2,5:1,5-Sieg für die Stuttgarterinnen.
Weil sich die Verfolger Brackel und Grün-Weiß Dresden nach umkämpftem Verlauf schließlich friedlich 2:2 trennten, wuchs der Vorsprung von Wolfbusch bereits auf 3 Mannschaftspunkte an. Damit dürfte bereits eine Vorentscheidung gefallen sein, allerdings wartet am Nachmittag mit Bochum ein weiterer starker Gegner auf den Tabellenführer.
Die Bochumer setzten sich mit 2,5:1,5 gegen Leipzig-Gohlis durch und kämpften sich so wieder in Reichweite der Medaillenplätze. Etwas überraschender Zweiter ist aber nun die Mannschaft von Grün-Weiß Dresden vor einem ganz breiten Verfolgerfeld.
Überraschendes tat sich in der U14w. Topfavorit USG Chemnitz präsentierte sich bislang sehr souverän, hatte aber nur einen Punkt Vorsprung auf den Gegner Nordhorn-Blanke. Die waren nominell klarer Außenseiter und Chemnitz konnte mit einem weiteren Sieg ebenfalls für eine Vorentscheidung sorgen. Die Begegnung entwickelte sich aber überhaupt nicht im Sinne des Favoriten, der zwar an Brett 2 in Führung ging, an den hinteren Brettern aber in Nachteil geriet. Als die Chemnitzer Spitzenspielerin aufgeben musste, bahnte sich eine kleine Sensation an. Tatsächlich gewann der Außenseiter schließlich auch die beiden übrigen Partien und den Mannschaftskampf mit 3:1.
In der U14w gibt es somit einen Führungswechsel. Der letztjährige Vizemeister Nordhorn-Blanke liegt mit einem Punkt Vorsprung vorne. Chemnitz wartet aber dank besserer Brettpunkte darauf, jeden Ausrutscher in den letzten beiden Runden sofort auszunutzen. Auch der Kampf um die nächsten Plätze bleibt völlig offen. Die Dritt- und Viertplatzierten Porz und Vaterstetten fordern nun die Spitzenteams heraus.